Die Schule/The school

Aulas abiertas – Vuelta a la escuela / Offene Klassenzimmer – Zurück zur Schule

„Gib einem Hungernden einen Fisch,
und er wird einmal satt,
lehre ihn Fischen,
und er wird nie wieder hungern.“           nach Laotse

Nach diesem Grundsatz wird die Schule Aulas abiertas von Alsina Zegarra, einer pensionierten Lehrerin und Gewerkschafterin, im Armenviertel San Roque der Stadt Cajamarca geleitet. Die Schule wird mit Spendengeldern meiner Entsendeorganisation, dem gemeinnützigen Verein El Pueblo Unido e. V., finanziert. Da viele Kinder zwecks fehlendem Schulgeld keine staatlichen Schulen besuchen können, bietet ihnen Aulas abiertas die Möglichkeit auf eine Schulausbildung und somit auf eine bessere Zukunftsperspektive. Die Kinder erhalten nicht nur kostenlosen Unterricht in elementaren Dingen, wie das Erlernen von Lesen,Schreiben und Rechnen, sondern es werden in Lernwerkstätten auch verschiedene handwerkliche Berufe gelehrt. So wird die einheitliche Schulkleidung, die aus dem Wunsch der Eltern eingeführt wurden, von den Schülern selbst gewebt. Damit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klatsche: Die Kinder lernen zu weben und müssen nichts für ihre Schulkleidung bezahlen.

Eingangsportal der Schule/Front gate of the school

Die Schule Aulas abiertas wurde am 30. Mai 1994 für 60 Kinder in vier Klassen offiziell eröffnet. Zu diesem Zeitpunkt besaß die Schule einen Saal, eine Küche, zwei Klassenzimmer und Toiletten. Mittlerweile besuchen 230 Kinder die Schule in zwei Vorschulklassen und sechs Klassen der Primaria (das entspricht in etwa einer erweiterten Grundschule bei uns). Die Schule ist in ihrer ursprünglich geplanten Größe mit sechs Klassenzimmern, Aula und Küche, Lehrerzimmer, Gesundheitsstation, Werkstätten, Spielplatz und Garten fast fertig gestellt und zu einem Schmuckstück des Armenviertels geworden, auf das die Kinder und ihre Eltern sehr stolz sind.

Aula/Assembly hall

Die Kinder bekommen in der Schule täglich ein nahrhaftes Mittagessen, das von den Müttern abwechselnd zubereitet wird. Begleitet von regelmäßiger gesundheitlicher Untersuchung und Versorgung kann so die Unterernährungsquote bei den Kindern im Verlauf eines Schuljahres von 90% auf ca. 30% gesenkt werden.

Schüler/Pupils

Die Kinder nehmen an einem Unterricht teil, der ihrer Lebenssituation gerecht zu werden versucht. Dies zeigt sich zum einen in der Auswahl der Unterrichtsinhalte, wie Ernährung, Hygiene, Gemeinschaftsleben oder Kinderrechte, zum anderen erleben die Kinder dies durch die liebevolle und sorgfältige Gestaltung der Räume sowie durch geordnete Tages-, Wochen- und Jahresabläufe.

Die neun derzeit beschäftigten Lehrerinnen und Lehrer engagieren sich sehr für die Kinder, von denen viele die Schule als eine Art zweite Heimat betrachten und dort gerne auch nach dem Unterricht noch ihre Freizeit verbringen. Problematisch ist und bleibt für uns die Bezahlung der Lehrer. Sie bekommen nur rund 2/3 eines staatlichen Gehaltes plus Kranken- und Rentenversicherung. Das hat natürlich zur Folge, dass viele die Schule wieder verlassen, sobald sie an einer staatlichen oder privaten Schule ein besseres Angebot bekommen. Dieses ständige Kommen und Gehen der Leheren schadet dem Unterrichtsbetrieb an der Schule natürlich erheblich. Nichtsdestotrotz besteht in Zukunft die Hoffnung auf staatliche Hilfe durch die Kostenübernahme einiger Beamtenstellen. Somit wäre dem Lehrerproblem schonmal im Ansatz entgegengewirkt.

Lehrergruppe (Alsina rechts hinten stehend)/Group of teachers (Alsina on the right in the background)

Meine Aufgabe in der Schule wird es sein mich erst einmal in den Schulalltag zu integrieren und eine Schulklasse über das Jahr zu begleiten. Dabei wird mir Spielraum in der Gestaltung von Workshops gelassen. Ich kann mir gut vorstellen Englisch-, Computer-, als auch Musik-Workshops anzubieten. Ebenfalls werde ich in der dortigen Schulbücherei aushelfen und die Kinder dort betreuen. Alles in allem bin ich sehr gespannt was sich letztendlich konkret an Workshops ergeben wird und ich freue mich schon total in der Schule aktiv zu werden!

Aulas abiertas – Vuelta a la escuela / Open classrooms – Back to school

„If you give a hungry man a fish,

he will be full once.

If you teach him to fish,

he will never be hungry again.“   Chinese proverb

The retired teacher Alsina Zegarra leads the school Aulas abiertas in the slum San Roque of Cajamarca with this basic principle. Because many children cannot afford to go to a public school, Aulas abiertas gives them the opportunity of free education and therefore a better future perspective. The children are not only teached reading and writing, but also they have the possibility to acquire some manual skills in different workshops. For example they weave their school uniform themselves. So the students do not have to pay for their school uniform and they learn to weave.

On the 30th may in 1994 the school was opened officially with 60 children and four classes. At that time the school had a hall, a kitchen, two classrooms and toilets. Nowadays about 230 children go to school in two nursery school classes and six elementary school classes. Today the school has six classrooms, an assembly hall, a kitchen, a faculty room, a sick room, workshops, a playground and a garden. The parents of the pupils are very proud of the building.

Daily the children get a warm meal which is cooked by mothers in turn. Besides the pupils are regularly health checked and consequently the underfeeding of some children can be fought.

A lot of the nine teachers who teach at the moment in Aulas abiertas see the school as their second home and they invest a lot of their spare time in preparing the lessons. Unfortunately a big problem is the payment of the teachers. The loans are financed by donations and as a result the teachers get less money than a teacher at a public school. For this reason most of them leave the school when they are offered a new job in a public school. This inconstancy is not good at all for the school life of Aulas abiertas. Nevertheless there is the option that the school will get financial support from the government of Peru and consequently could solve this problem.

My job in the school will be integrating myself in the daily school life and accompanying a class for one year. Moreover I have the possibility to offer workshops to the children, for example english-, computer-, or music-workshops. Additionally I am going to work in the school library and supervise the children there. All in all I am very excited how the year is going to be and I am very happy work in this school soon!

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